Fisch, Kopf, Stinken

Es ist mir absolut unbegreiflich, dass es Unternehmen gibt, die den Wandel dem wir alle unterworfen sind immer noch aussitzen wollen.

Da wird krampfhaft an Dingen festgehalten, von denen jeder Vertriebler mit einem minimalen Anspruch längst weiss, dass sie überholt sind. 

Da wird festgehalten an Arbeitszeitkonten, Homeofficeverboten, personenunabhängigen Zielvorgaben, Trainingsmassnahmen die nicht auf Mitarbeiter zugeschnitten sind, Konzepten und Methoden, die schon vor 15 Jahren nicht mehr zeitgemäss waren und dergleichen mehr. Gleichzeitig bist Du aber mit 50 bereits altes Eisen, das oft allein deswegen schon nicht mal mehr in Bewerbungsprozessen berücksichtigt wird. Der Gipfel der Absurdität ist es dann, junge Menschen zu rekrutieren, um sie in uralte, völlig überholte Konzepte zu pferchen und ihnen Ausbildung und Erfahrung vorzuenthalten..

Es sind nicht die Menschen, die unflexibel sind. Weder die jungen, noch die älteren. Es sind die Unternehmen und deren C-Level. Dort in den Köpfen bleibt die Entwicklung hängen.

Vertrieblicher Erfolg basiert auf erfolgreicher Mitarbeiterführung

Nein, es ist nicht damit getan, dass Du Mitarbeiter neuerdings „Mitarbeitende“ nennst. Es ist, wie immer, oder vielleicht eben doch mehr denn je, Zeit, dass Du siehst, dass es Menschen sind die da arbeiten. So wie es Menschen sind die kaufen. Und es ist ein bitterer Trugschluss zu denken, dass letztere relevanter sind, weil sie das Geld mitbringen. Denk mal darüber nach: Sind es nicht eher die Mitarbeiter, die das Geld ins Haus bringen ? Macht es nicht Sinn, alle involvierten Menschen gleich zu behandeln ? Ich gebe Dir einen Tipp: Empathie zieht bei Mitarbeitern genauso wie bei Kunden. Suchst Du Kunden nach deren Alter aus? Warum also Deine Mitarbeiter ? Oder stellst Du nur gute junge Menschen ein und keine guten älteren ? Oder nur gute ältere und die guten jungen sollen gefälligs woanders anheuern ?
Übst Du Druck auf Deine Kunden aus, wenn sie nicht tun was Du willst oder bemühst Du Dich sie auf ihrer Customer Journey eng und empathisch zu begleiten ? Wie wäre es mal mit einer Mitarbeiter Journey ?

Wohl millionenfach verwendet ist die Frage nach der Qualität einer Fussballmannschaft mit 11 Talenten. Ist die besser als eine mit 11 alten Herren ? Ist sie schlechter ? (Gilt natürlich auch für Damenfussball) Was kann diese Mannschaft ohne Trainer ? Was mit einem guten oder schlechten ? 

Digitalisierung, die ist wichtig. Social Media brauchen wir nicht

Digital rules. Dummerweise werden digitale Tools oft völlig falsch, unzulänglich oder gar nicht eingesetzt. Manchmal werden sie auch gerne als Argument gegen Mitarbeiter ab einem gewissen Alter eingesetzt. Der kann das nicht mehr, der lernt das nicht mehr, young guys rule ! Denen dann aber bitte nichts zutrauen, denn sie haben ja keine Erfahrung ! Ach so, ein Office Paket allein ist noch gar keine Digitalisierung ????

Ich höre jetzt auf, sonst schreibe ich mich noch weiter in Rage. Vielleicht werde ich nie verstehen warum wir nicht einfach wieder Mensch-Mensch Beziehungen und unseren gesunden Menschenverstand pflegen können. Auch, und gerade im Business….

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