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Ausschreibung

Eine Ausschreibung ist ein formalisierter Prozess zur Beschaffung von Waren oder Dienstleistungen über ein Wettbewerbsverfahren, bei dem verschiedene Anbieter ihre Angebote einreichen. Dieses Verfahren wird genutzt, um Transparenz und Fairness im Einkauf zu gewährleisten und den besten Lieferanten oder Dienstleister nach objektiven Kriterien auszuwählen.

Einsatzgebiete einer Ausschreibung

Ausschreibungen werden vor allem im öffentlichen Sektor eingesetzt, wo sie eine rechtlich vorgeschriebene Methode für den Einkauf darstellen, um Korruption zu vermeiden und öffentliche Mittel effizient zu verwenden. Sie finden aber auch in der privaten Wirtschaft Anwendung, wenn Unternehmen ihre Beschaffungsvorgänge optimieren und die besten marktverfügbaren Bedingungen erzielen wollen.

Ursprünge: Die Praxis der Ausschreibung hat ihre historischen Wurzeln im öffentlichen Beschaffungswesen, dessen Regulierung auf das Bedürfnis einer transparenten und gerechten Verteilung von Staatsaufträgen zurückgeht. Mit der Zeit wurde das Verfahren in verschiedenen rechtlichen Kontexten formalisiert und erweitert.

Entworfene Elemente einer Ausschreibung: Eine Ausschreibung enthält gewöhnlich:

  1. Ausschreibungsunterlagen: Vollständige Dokumentation mit detaillierten Anforderungen und technischen Spezifikationen des gesuchten Produkts oder der Dienstleistung.
  1. Bewerbungs- bzw. Einreichungsfrist: Ein klar festgelegtes Datum, bis zu dem Angebote einzureichen sind.
  1. Zuschlagskriterien: Die Kriterien, nach denen die Angebote bewertet werden – dies können z.B. Preis, Qualität oder Erfüllungszeitpunkt sein.
  1. Formale Bedingungen: Standards, die festlegen, wie Angebote auszusehen haben und welche Informationen sie enthalten müssen.

Anforderungen an eine Ausschreibung: Die Anforderungen an eine Ausschreibung sind variabel und hängen vom rechtlichen Rahmen und der Natur des Ausschreibenden ab. Zu diesen Anforderungen zählen:

  1. Rechtskonformität: Besonders im öffentlichen Sektor ist die Einhaltung spezifischer Vergabevorschriften erforderlich.
  1. Gleichbehandlung und Transparenz: Alle Bieter müssen gleichermaßen Zugang zu Informationen haben und die Regeln des Verfahrens müssen für alle gleich sein.
  1. Datenschutz und Vertraulichkeit: Person- und firmenbezogene Daten der Anbieter müssen geschützt werden.
  1. Wettbewerbsförderung: Die Ausschreibung muss so gestaltet sein, dass sie echten Wettbewerb zulässt und nicht diskriminierend ist.


Die Ausschreibung ist ein etabliertes, regelgeleitetes Verfahren mit dem Ziel, über einen transparenten und fairen Wettbewerb die beste Auswahl an Waren oder Dienstleistungen für ein Projekt oder eine Beschaffung zu erhalten. Sie ist sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor ein wichtiges Werkzeug, um Qualität, Effizienz und Gerechtigkeit im Beschaffungswesen zu sichern.

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